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„Ich hasse mich auf den Bildern“

… das ist wohl die schlimmste Reaktion, die man von einen Kunden bekommen kann!

Bekommt man so eine E-Mail oder Facebook-Nachricht, braucht man erst mal selbst ein paar Minuten um das zu verkraften.

Kurz darauf, kommt der Drang danach sofort zu antworten, dass das nicht stimmt und das Bilder toll sind. Man geht sofort in den Verteidigungsmodus.. klar.. es ist ja auch die eigene Arbeit, die da kritisiert bzw. schlecht gemacht wird.

ABER: wichtig ist, erstmal sich selbst zurücknehmen und aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten.
Würdest du in einem Angestelltenverhältnis arbeiten und es kommt eine Kundenbeschwerde rein, würdest du auch erstmals nachfragen. Der Unterschied hierzu ist jedoch, dass es dort nicht dein Baby ist dass kritisiert wird, sondern das eines anderen. Deswegen geh mal von der emotionalen Seite weg und betrachte es sachlich.

  • Step one: Macht euch einen fixen Termin aus, an dem ihr telefoniert
    Warum ein fixer Termin?
    Damit das Telefonat nicht zwischendurch stattfindet und der Kunde nicht gestresst ist.
    Optimal auch am nächsten Tag, da haben sich die Gemüter schon etwas beruhigt.
  • Step two: So läuft das Telefonat ab:
    Ich: „Hi hier ist Karin, ich wollte mich wie vereinbart melden um deine Bedenken zu den Fotos zu besprechen. Was genau gefällt dir daran nicht?
    Kunde: „Die Bilder sind schrecklich, es gibt kein einziges dass mir gefällt“
    Ich: „Okay, ich verstehe. Sag mir doch genauer bitte, was daran dir nicht gefällt“
    Kunde: „Meine Oberarme schauen auf jedem Fotos so extrem fett aus, es ist schrecklich“
    Ich: „Das tut mir sehr leid, selbst nimmt man sich ja auf Bildern meist anders wahr, als andere. Die Arme find ich ganz normal, sollte es dich jedoch stören ist es überhaupt kein Problem sie zu Bearbeiten.
    Kunde: „Das geht?“

Schlussendlich habe ich die Bilder bearbeitet und mittels Verflüssigen-Filter die Arme retuschiert (geht ja wirklich flott, und schon sah die Welt für meine Kundin anders aus)

Wichtig ist also:

  1. sich selbst zurückzunehmen und das Ganze sachlich zu  betrachten
  2. den Kunden höflich darauf ansprechen wo genau das Problem liegt
  3. eine Lösung anbieten, die für beide Seiten in Ordnung geht
    (das Bearbeiten ging sehr flott und die Kundin war erleichtert, dass ihre Arme nun schlank waren)
  4. das Ganze nicht persönlich nehmen und nicht auf Angriff gehen und auf Teufel komm raus, seine Bilder verteidigen.

Und das Wort zum Tage 😉

Es gibt immer eine Lösung, für jedes Problem!!!

 

 

5 Gründe im manuellen Modus zu fotografieren

Wie schon mal erwähnt, habe ich lange im Automatik Modus bzw im Kreativ-Automodus fotografiert.
Gewisse Fotos habe ich super damit hinbekommen, manches aber einfach nie. Oft waren die Bilder unter- oder überbelichtet oder die Bewegungen konnten nicht eingefangen werden.

Hier sind nun 5 Gründe, die auch euch überzeugen werden, nur mehr im manuellen Modus zu knipsen.

  • keine überblitzten Fotos mehr 
    Wenn ihr im Automatik-Modus fotografiert, übernimmt die Kamera sämtliche Einstellungen für Euch. Ist es ihr zu dunkel, klappt sich automatisch der Blitz auf und fügt so mehr Licht hinzu. Leider ist dieses Licht nicht wirklich schmeichelhaft, verursacht ausgebleichte Haut, die Leute schauen irritiert durch das Blinzeln oder die besagten roten Augen sind dann auf dem Bild.Fotografiert ihr jedoch im manuellen Modus könnt ihr alle Einstellungen selbst vornehmen. Ihr könnt die Belichtungszeit, den ISO Wert und die Blendenöffung so regulieren, wie ihr es wollt.  Das klingt anfangs vielleicht ein bisschen befremdlich, aber nach und nach werden wir diese Themen durchgehen.
  • Ihr bestimmt den Mittelpunkt Eures Fotos
    Was ich meine ist, dass nur bestimmte Bereiche eines Bildes scharf sind und somit in den Vordergrund stechen. Ganz wichtig in der Portraitfotografie. Bei Blumen auch sehr interessant, wenn ihr nur den Mittelpunkt der Blüte oder die einzelnen Blätter scharf haben wollt.

  • Bokeh
    Was ist denn nun Bokeh schon wieder?
    Ihr bekommt diesen verschwommenen Hintergrund oder auch die kleinen Lichtkreise in eurem „unscharfen“ Hintergrund. Ihr hebt quasi eure Person oder euer Objekt vom Hintergrund ab. Wieviel Bokeh ihr in euren Fotos habt hängt allein von eurer Blendenöffung ab.
  • Lichtmenge kann genau eingestellt werden
    Wenn ihr ein Foto wollt mit einem schönen Hintergrund-Licht, lasst ihr mehr Licht einfallen. Wenn ihr dunkle Silhouetten wollt, die sich vom Hintergrund hervorheben, könnt ihr in euren Einstellungen festlegen dass das Hauptmotiv unterbelichtet ist.Nun der wichtigste Punkt:
  • Kreativ sein
    Das ist eigentlich der größte Spaß. Sachen ausprobieren und unabhängig vom Automatik-Modus sein und immer das Ergebnis erzielen, dass man möchte. Kreativität mit der Belichtungszeit, oder Filtern vor der Linse. Es gibt nichts Schöneres als solche Spielerein. 
IMG_2061_bearbLangzeitbelichtung im Monbachtal von Uwe Hermann
Kameradaten: Canon EOS 700D; f3.5/20s/50mm/ISO100 und ND/Graufilter

Ich hoffe ihr begleitet mich auf diese Reise in der spannenden Welt der Fotografie. Ich lerne wie jeder andere Fotograf auch täglich neues und gebe dies liebend gerne hier an euch weiter.

Wo sollt ihr nun starten? Klickt einfach hier und ihr seht eine Übersicht über alle Bereiche, die bisher schon behandelt wurden.

Eure Karin