Portfolio Building richtig gemacht!

Wie schon mal erwähnt ist ja nun in Österreich die Fotografie auch ein freies Gewerbe.
Seitdem tut sich so einiges am Markt und die Flyer in den lokalen Supermärkten „kostenloses Fotoshooting“ häufen sich. In Deutschland wird das sicher auch so sein und ich sehe viel Missgunst in den Fotoforen über solche Handlungen neuer Fotografen, die ja eigentlich nur ihr Portfolio erweitern wollen.

Den besten Tipp, den ich euch hier geben kann ist:

Definiert von Anfang an eure Zielguppe bevor ihr loslegt und alles und jeden fotografiert.

Ich weiß, neue Fotografen denken sich, dass ihre Arbeit nicht gut genug ist um den vollen Preis zu berechnen bzw. überhaupt etwas zu Verlangen. Im Grunde ist es ja keine schlechte Idee, denn man kann üben und erreicht technisch ein professionelles Level sprich ihr beherrscht eure Kamera dann. (Vorausgesetzt ihr fotografiert im manuellen Modus!!)
Den größten Fehler den ihr hier machen könnt ist, euch unter Wert zu Verkaufen und somit sprecht ihr auch gleichzeitig die falsche Zielgruppe an.

Du bist als jetzt ein neuer angehender Berufsfotograf und verlangst 50 Euro pro Shooting, nur um zu Üben und dir einen Kundenstamm anzulegen.
Eigentlich möchtest du jedoch pro Auftrag zwischen 500 und 1500 Euro verdienen, traust dich jedoch noch nicht soviel zu verlangen.
Das Problem hier ist wie schon gesagt, dass die Bilder mit denen ihr euer Portfolio bildet, nicht eure wirkliche Zielgruppe anspricht. Nicht jeder ist dafür bereit soviel Geld für Fotos auszugeben.
Nehmen wir an, ihr macht das jetzt ein Jahr lang so und die Leute, die 50 Euro bei euch ausgeben empfehlen euch weiter (weil ihr ja mittlerweile besser werdet) und du bekommst immer mehr Aufträge um denselben Preis.
Somit nistet sich eurer Unternehmen im Billigbereich ein und das wolltet ihr ja eigentlich gar nicht.
Weiters müsst ihr bedenken, dass wenn man einmal einen günstigen Fotografen gefunden hat, ihn nicht mehr so schnell wechseln möchte. Warum auch? Die Bilder sind gut, der Preis ist günstig. Das nächste Baby wird fotografiert, die nächste Taufe usw.

Klingt nicht sehr prickelnd oder nach einer florierenden Business, nicht wahr.

Was ihr jetzt macht, wenn ihr am Portfolio schießen seid ist, dass ihr euch auf euren Hosenboden setzt, eine Preisliste schreibt, die sämtliche Kosten beinhaltet und eure Kosten deckt, einen Flyer erstellt und jedem Kunden, den ihr fotografiert diese Liste überreicht und einen Gutschein für beispielsweise 2 Gratisbilder beim nächsten Shooting zum vollen Preis (!!).

Bitte beachtet: Fotos für sein Portfolio zu machen bedeutet nicht nur Bilder sammeln, sondern auch sich einen Kundenstamm aufzubauen durch Weiterempfehlungen.
Verschwendet also nicht die Zeit mit der falschen Zielgruppe!

Setzt euch also hin, definiert genau Eure Zielgruppe (ein Artikel hierzu folgt noch) und arbeitet daraufhin.

Viel Erfolg dabei! 🙂