Fotografieren im manuellen Modus lernen Teil 3: Belichtungszeit

Von der Blende und dem ISO Wert geht es direkt zur Verschluss- bzw. Belichtungszeit.
Dies ist die Zeit in der euer Verschluss offen ist. Angegeben wird sie in 1/(Zahl) Sekunde, dass heißt so lange wird belichtet.

Je länger Licht auf den Sensor fallen kann, desto heller wird natürlich das Bild. Dunkler wird das Ganze, wenn man eine sehr kurze Belichtungszeit wählt und somit nicht lange Licht auf den Sensor fallen kann. Im ersten Teil haben wir ja gelernt, dass wenn wir mit einer offenen Blende fotografieren (f/1,4 zum Beispiel), viel Licht auf den Sensor fällt. Da wir nun bereits viel Licht haben am Sensor, brauchen wir nicht mehr so lange belichten. Würden wir das machen, würde das Bild zu hell werden. Es reicht also eine kurze Belichtungszeit.

Wenn Menschen fotografiert werden, vorallem Kleinkinder – die ja bekannt dafür sind, dass sie nicht ruhig sitzen – werdet nicht langsamer als 1/125. Das wird euch helfen kein unscharfes bzw. verwackeltes Bild zu haben. Manchmal reicht sogar 1/125 nicht aus um zum Beispiel die Bewegung der Hände beim Gehen einzufangen, aber es ist eine gute Faustregel mit 1/125.
Arbeitet ihr mit einer Belichungszeit von 1/40 in diesem Fall, könnte das die Schärfe des Bildes sehr beeinträchtigen, da man so sehr man sich auch bemüht, die Kamera ein bisschen bewegt.

Dies wäre jetzt eine kurze Erklärung gewesen. Mein Tipp ist und bleibt aber, die erste Zeit oder je nach Bedarf auch länger, im „Aperture Priority Modus zu fotografieren. Bei Nikon und den meisten anderen Marken ist dass das „A“ auf der Kamera. Canon bezeichnet es auf dem Menü mit „Av“.
Viele Hobbyfotografen, aber auch ein paar Berufsfotografen, die ich kenne arbeiten mit diesem Modus.
Ihr stellt hier die Blende und den ISO Wert selbst ein und die Belichtungszeit wählt die Kamera selbst aus.
In dieser Zeit seht ihr dann nachher beim Bearbeiten und Besichtigen der Bilder, welche Belichtungszeit die Kamera wählt und es entwickelt sich langsam von selbst ein Gefühl, mit welcher Zeit man wann arbeitet.

Zusammenfassung:

lange Belichtungszeit: bedeutet viel Licht, aber das zu fotografierende Objekt wird möglicherweise unscharf
kurze Belichtungszeit: bedeutet weniger Licht, aber dadurch mehr Chancen auf ein unverwackeltes Motiv.

Wie man mit der Belichtungszeit kreative Bilder machen kann, zeigt uns Harry Jumper hier:

526589_457433007662356_1337974106_niso 400 f5,6 55mm 1/4000  (hier wurde mit einer sehr sehr kurzen Belichtungszeit gearbeitet, damit man den Tropfen noch sehen kann.

Ganz anders bei diesem Bild:1265909_538407116231611_368884693_oiso 200 f13 70mm 96sek    hier wurde über eine Minute lang belichtet und deswegen entsteht dieses Farbenspiel durch die Lichter der Autos.

Vielen Dank an Harry Jumper, für die freundliche Genehmigung der Bilder.
Seine Arbeiten findet ihr hier, ein Like ist immer willkommen.

 

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