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Brauche ich als Fotograf eine eigene Homepage?

Eines der ersten Dinge, die ihr machen solltet, wenn ihr ins Fotografie Business einsteigt ist, dass ihr euch eine Homepage erstellt oder erstellen lässt.
Gerade wo Facebook ständig seinen Algorithmus ändert (ganz aktuell jetzt wieder), ist eine eigene Hompage das A und O, weil ihr da von keinem abhängig seid und gestalten könnt wie ihr wollt.
Deine Homepage ist dein Aushängeschild und ein günstiges Marketingwerkzeug, das du selbst steuern kannst und damit deinen perfekten Kunden findest.

Es gibt zig Anbieter und oft sieht man vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr.
Was ist der Unterschied zwischen einem Blog und einer Homepage überhaupt?

  • Eine Website ist eine statische Seite mit Seiten, die sich grundsätzlich nicht oft ändern. Also die Kontaktseite, Preise, Portfolio, Über mich.
  • Ein Blog ist eine Seite auf einer Website die sich regelmäßig aktualisiert und mit neuem Content füllt.
    Beim Fotografieren heißt das also, du postest deine Angebote, deine neuesten Bilder, Neuigkeiten usw.

Im Grunde hat fast jede Website einen Blog, von daher überspringen wir den trockenen Stoff jetzt einfach mal.

Es gibt einige Dinge, die es zu beachten gibt, wenn du dir eine Homepage erstellen willst.

  • Du brauchst eine eigene Domain, du brauchst einen Provider, der dir die Homepage hostet.
    Was ist eine Domain?
    Die Domain ist quasi das, was du in der Internetleiste eingibst. In dem fall www.fotoskript.com

Diese Domain schickt die Leute zu deiner Homepage, die du auf einem Webserver liegen hast.
„Hosting“ ist der Platz wo die ganzen Daten deiner Homepage liegen. Klickt also jemand auf den Link deiner Homepage dann wird die Person auf den Server weitergeleitet und kann somit die Seite sehen.

Als nächstes brauchst du eine Plattform auf der du deine Homepage erstellst.
Wordpress ist zum Beispiel eine der bekanntesten.

Es gibt bei WordPress zwei Optionen:
Wordpress.com bietet zum Beispiel eine kostenlose Alternative an mit der Endung wordpress.com
es würde also lauten www.fotoskript.wordpress.com
Darauf will ich aber gar nicht näher eingehen, denn das ist ein absolutes No-Go!!
Klar ist es verlockend, am Anfang da etwas zu sparen, aber es gibt nichts unprofessionelleres als diese Endung am Schluss.
Hast du schon mal große erfolgreiche Firmen gesehen, die so eine Domain haben?
Dann nimm dein Unternehmen auch ernst und sieh es als solches an und leiste dir die paar Euro im Jahr. Außerdem bist du anders viel flexibler und hast um einiges mehr Kontrolle überdeine Seite.

WordPress kannst du entweder mittels HTML von Grund auf selbst erstellen oder du arbeitest mit Themes die es gibt. Es gibt kostenlose, sowie welche die zum Bezahlen sind.
Ein Theme ist quasi ein Design, wie deine Homepage  optisch ausschaut und diese Felder befüllst du dann mit Informationen.

Was du auch machen kannst, aber das empfinde ich am Anfang als nicht zwingend dringend, ist dass du dir von einem Profi eine Homepage erstellst.
Es gibt jedoch wichtigere Investitionen, denn ein wirklich guter Webdesigner liegt im drei-bis vierstelligem Bereich.

Hast du noch weitere Fragen? Rein in die Kommentare damit 🙂

Ziele festlegen und umsetzen

Ein Thema, das mir am Herzen liegt.
Ich werde oft gefragt, wie ich es anstelle, so zielstrebig zu sein und immer auf alles hinarbeite, was ich mir einbilde. (hat auch viel mit Sturkopf sein zu tun, aber das tut jetzt nichts zur Sache 😉 ).

Ganz wichtig im Leben, privat sowie auch beruflich ist es Ziele zu haben.
ABER… wenn wir diese Ziele nicht schriftlich festhalten, bleiben es nur Wünsche.

Packt die Ziele Schritt für Schritt an, unterteilt sie und wenn ihr wieder einen Meilenstein erreicht habt, ist die Motiviation wieder angekurbelt weiter zu machen.
Setzt euch Deadlines. Zu diesem Zeitpunkt, will ich diesen Punkt erledigt haben. Viele Menschen brauchen Druck und dieser festgesetzte Termin, vermittelt euch dieses Gefühl.

Geht mehr ins Detail.
„Für das nächste Monat wünsche ich mir mehr Kunden und mehr Verdienst.“
Definiert dieses Wörtchen „mehr“!
Im Juni möchte ich 10 Kunden haben, die jeweils circa 600 Euro ausgeben.
Das ist ein Ziel, darauf könnt ihr hinarbeiten.

Ihr könnt das auf alle Bereiche in eurem Leben anwenden.
„Ich möchte mehr trainieren und fitter werden“
Im April gehe ich jeden zweiten Tag spazieren und am Wochenende mache ich Fitnessübungen zuhause. Im Juni gehe ich jeden zweiten Tag laufen… usw.

Definiert eure Ziele und schreibt sie auf! Ansonsten bleibt es nur beim Wunsch denken.

Grundsätzlich kann man alles erreichen im Leben, wenn man es nur wirklich will und fest daran glaubt.
Ich glaube daran, was man denkt passiert wirlich. Wenn man auf etwas wirklich fokussiert ist, wird es die Wirklichkeit. Jeden Tag einen kleinen Schritt auf sein Ziel hinarbeiten. Sei es nur eine halbe Stunde täglich, das sind 14 Stunden im Monat intensivstes Hinarbeiten. In 14 Stunden lässt sich so viel Fabelhaftes erarbeiten.

Macht ewas, ihr musst es nur wollen und damit beginnen!!

Wie steche ich aus der Masse an Fotografen heraus?

Gerade auch jetzt in Österreich (in Deutschland, der Schweiz schon länger), ist ja der Beruf Fotograf ein freies Gewerbe und jeder kann es anmelden. In Folge dessen gibt es nun auch bei mir zB in der Gegend, neue Fotografen en masse.
Es werden Zeiten kommen, wo man sich eine tolle Marketingstrategie überlegt hat und vielleicht zwei Tage später sieht man diese bei einem anderen Fotografen. Möglicherweise sogar ja eine verbesserte Version von der eigenen und man denkt sich, warum ist mir das bloß nicht vorher eingefallen.

Bedenke jedoch, niemand kann dir:
1. dein Talent wegnehmen
2. deine Persönlichkeit wegnehmen
3. Deine Beziehungen und Interaktionen mit potenziellen Kunden
4. Die Art und Weise generell wie du mit Menschen umgehst

Vermarktest du dich in einer Art und Weise, die deine Persönlichkeit gepaart mit deiner Leidenschaft zur Fotografie und deinem Talent verbindet – kann dich keiner kopieren.

Punkt!

Aufgabe für heute ist:

Macht eine Liste auf der ihr genau die Punkte zusammenfasst, in denen ihr unglaublich gut seid. Und auf diese Punkte spezialisiert ihr euch. Denn seid ihr auf etwas spezialisiert, bedeutet dass ihr wahnsinnig gut seid in dem Bereich und das wissen auch eure zukünftigen Kunden, die euch dann speziell für diesen Zweck buchen und nicht auf einen anderen Fotografen zurückgreifen, der zwar alles im Angebot hat, dafür aber 0815.

Die Leute sollen wissen, dass ihr im Geschäft seid.
Legt euch Visitenkarten zu, erzählt jedem von eurem Unternehmen, damit jeder merkt, dass ihr eure Arbeit liebt.
Denkt nicht in Zahlen, sondern denkt in Shootings. So und soviele Shootings will ich machen dieses Monat.. nicht ich muss den Betrag x verdienen.

Wenn ihr euch außerdem auf die Dinge konzentriert, die ihr liebt und für die ihr eine Leidenschaft habt, fällt euch das Vermarkten viel viel Leichter, weil ihr über etwas sprecht was ihr liebt. Und das merken auch eure Kunden.

Zusatzaufgabe: Visitenkarten drucken lassen und jedem, wirklich jedem, mit dem ihr sprecht eine in die Hand drücken.
250 Stück um 5,50 EUR – aktuell bestellt! Günstiger geht es wohl nicht.

Do it now!!

Wie höre ich endlich damit auf, mich mit anderen zu vergleichen?

Okay, jetzt mal ganz ehrlich. Wie oft sitzt man vorm PC, schaut sich die Facebook Seite oder Homepage eines Fotografen in derselben Stadt/Bundesland etc. an und denkt sich dabei, „warum hat der soviele Likes oder warum bekommt der soviele Aufträge und ich nicht? Ich bin doch tausend Mal besser“.

Enden tut es bei mir meist (bleibt aber unter uns, ja), mit einer Ben & Jerrys Eiscreme Dose am Bett apathisch vor dem Fernseher, wo ich mich dann bemitleide und mir denke, warum mache ich eigentlich nicht etwas anderes.
Am nächsten Tag – wenn die Welt dann wieder besser aussieht – erlegt man sich selbst ein Verbot auf, nie wieder.. wirklich nie wieder sich mit anderen zu vergleichen. Aber naja.. wir alle wissen ja, dass dies bestimmt irgendwann wieder einmal passiert.

Es ist immer leichter sich auf seine Schwächen zu konzentrieren, während man sich mit anderen vergleicht und darauf fixiert, was die Mitbewerber machen anstatt sich auf sich selbst und eine Stärken zu konzentrieren und dies dann umzusetzen.

Anstatt die anderen zu stalken und sich auf einen selbst zu konzentrieren, sollte man doch eigentlich mal einen Blick auf das große Ganze werfen, nämlich die ganze Industrie.
Was könnte man daran verbessern und den Kunden anbieten – und dann genau das machen! Wie kann ich mit meinem Talent in der Branche herausstechen, was kann ich besser? Was möchte ich, dass meine Kunden an mir lieben und mich deswegen buchen und weiterempfehlen?

Solche Fragen sollte man sich anstatt den obigen stellen und an einem Konzept arbeiten, dass man eisern verfolgt.

Aufhören sich mit anderen zu vergleichen! Das macht einen selbst nämlich nicht besser und es hilft der Branche, ja der ganzen Industrie nicht, sich weiterzuentwickeln.

ALSO: Raus aus dem Bett, hoch von der Couch und macht etwas fabelhaftes aus dem Tag!!

Was zu tun ist, bevor ihr den Leuten sagt, dass ihr nun selbstständig seid.

Der allerwichtigste Schritt für mich persönlich ist, seine Kamera in – und auswendig zu können. Zu wissen, man kann seinen Kunden einen Service bieten, den sie wirklich wirklich wollen.
Es reicht nicht eine Kamera zu besitzen mit einem Standardkit und im Automatikmodus zu fotografieren, alle Bilder in Gimp bearbeitet auf CD zu brennen und sie dem Kunden um 50 Euro all in zu geben.
Das macht ihr vielleicht einmal, jedoch bucht euch dieser Kunde kein zweites Mal.
Einen professionellen Service könnt ihr dann bieten, wenn sich der Kunde eure Bilder ansieht und sagt, so möchte ich es und ihr könnt das Ganze auch so wieder reproduzieren.
Seid ihr nur ein „Glücksshooter“, ist das nicht möglich.
Deswegen auf Fotoskript immer brav mitlernen 😉

Zweiter Schritt: ein Gewerbe oder auch Kleingewerbe anmelden. Einfach auf die WKO/FA gehen und der Rest wird euch dort erklärt.

Dritter Schritt: Eine Onlinepräsenz und ein Onlineportfolio anlegen mittels eines Blogs, einer Homepage, Tumblr oder was auch immer.

Nun, wenn ihr diese Schritte erledigt habt und euch dessen auch ganz sicher seid, könnt ihr den Leuten sagen, dass ihr ein Unternehmen gegründet habt, nun selbstständig seid und bereit Geschäfte zu machen.

Was brauche ich und was möchte ich in bzw. für mein Unternehmen

Dieses  Thema löst immer wieder eine große Diskussion aus, denn hier scheiden sich die Geister.
Die einen sagen, man braucht eine High-End Kamera, mit L-Objektiven und dann natürlich noch eine zweite Back-up Kamera, die mehr kostet wie das erste Auto von manch einem,  natürlich viele andere Features und Zubehör, dass man kaufen kann.
Dann gibt es natürlich die Sorte die sagt, es reicht eine Mittelformat DSLR, eine extrovertierte Persönlichkeit und eine positive Attitüde und Einstellung. Nach kaufen kann man immer noch, nachdem man reingewachsen ist in das Ganze und sollte es doch nicht das Richtige für einen sein und man gibt auf, hat man nichts verloren.

Tja und dann gibt es meine Meinung: Ich denke, dass die Antwort zwischen den beiden extremen Einstellungen liegt.

Fakt ist: Du wirst Geld brauchen, wenn du dein Unternehmen gründest und davon leben willst!

Es gibt dafür keine exakte Zahl, aber es wird ein bisschen etwas sein.
Den besten Tipp, den ich euch hierzu geben kann ist euch ein eigenes Konto anzulegen oder von mir aus auch einen Paypal Account wo ihr sagt, der ist nur für das Unternehmen und auch für die dazugehörigen Ausgaben und nur DU alleine hast Zugriff darauf. Nach einiger Zeit siehst du dann wieviel überbleibt, nach dem Bezahlen der Fixkosten und kannst dir von diesem Geld neues Equipment kaufen.

Wieviel Geld du jetzt in dein Unternehmen steckst, kommt darauf an wieviel du dir leisten kannst. Ich kenne Fotografen die mit einer 500D angefangen haben und mit einem simplen 50mm 1.8. Die auf einem alten Laptop Bilder bearbeiteten und für 20 Bilder 2 Stunden gebraucht haben. Oft hat man keine andere Wahl und man verdient trotzdem damit Geld. Man sollte seinen Gewinn nicht ausgeben für Sachen, die man sich selbst machen kann. Seid ehrlich, wieviel Geld gibt man ständig für Presets oder Aktionen aus, obwohl man sie leicht selbst machen könnte. Ihr wisst nicht wie? Google, Youtube – deine Freunde und Helfer. Und alles kostenlos. Ich hatte zu Anfang einen sehr simplen Style und war ein großer Fan von Schwarz/Weiß, der mir zwar gefiel, mich jedoch nicht umhaute. Die Personen, die sich von mir fotografieren lassen naben, gefiel dieser Style jedoch – also war ja alles bestens.

Ihr braucht also keinen Mac, keine Mark III, keine L-Objektive, kein Großraumstudio oder ein Logo, dass ihr euch teuer designen lassen habt. (Ich habe jetzt schon das dritte Logo, und wer weiß ob ich es nächstes Jahr noch habe – die Meinung ändert sich ständig).

Was ihr wirklich braucht ist ein verlässliches Equipment und das Geld, dass ihr braucht um eure monatlichen Fixkosten, die ein Unternehmen mit sich bringt zu bezahlen und einen Weg, wie ihr Leute auf euch aufmerksam macht – sprich MARKETING bzw. eine Marketing Strategie.

Also zusammengefasst braucht ihr:

  • eine verlässliche Kamera und ein lichtstarkes Objektiv
    Leute die sich mit einem 18-55 Objektiv selbstständig machen, im Automatikmodus    fotografieren und Colour Key bei Ihren Bildern machen, werden sich nicht lange halten
  • Versicherung (sprecht darüber am besten mit eurem Versicherungsvertreter)
  • Photoshop oder Lightroom
  • eine Website oder Blog (heißer Tipp von mir: Webdesign Schobesberger)
  • Buchhaltersoftware
  • Einen Businessplan
  • Budget für Marketing (Visitenkarten zählen ebenfalls dazu)

Also: Macht das Beste aus euren Nicht – L Objektiven und eurer Nicht-Vollformat-Kamera und steckt das Geld lieber in Marketing und Werbung, die euch die nächsten Kunden bringen und liefert ihnen einen Service, für den sie bereit sind gutes Geld zu bezahlen!!

UND JETZT COMPUTER AUS UND GEHT FOTOGRAFIEREN 😉