Wie das Internet unser Leben beherrscht

05:30 läutet der Wecker.

Flugmodus aus (bin ganz stolz, dass ich es schaffe, dass Handy in der Nacht völlig von der Internetwelt zu trennen)

Die ersten Whatsapp Nachrichten trudeln ein, E-Mails mit ach so wichtigen Newsletter von unzähligen Fotografen aus Amerika trudeln ein (Oh Gott, wann lese ich die alle?!)

iMessage Nachrichten kommen durch und die rote Zahl bei der Facebook App wird immer höher.

Schnell mal in die Küche, Toast und Brötchen in den Ofen für das Frühstück und die Jause, ab ins Bad und Kleister ins Gesicht (die Augenringe, weil man wieder mal zu lange einen Film am iPad geschaut hat, müssen ja auch irgendwie verschwinden) und dann ab an den Frühstückstisch mit Handy in der rechten Hand (das Marmelade am Display klebt, stört jetzt gerade mal nicht).

Sch.. schon so spät, dabei hab ich gerade erst zwei Newsletter durch und den Facebook Feed konnte ich noch gar nicht durchgehen.

 

So beginnt der Tag ja mal so richtig entspannend….
Arbeitstag geschafft, ab nach Hause und etwas zu Essen machen (was nur.. schnell mal googlen).
Während das Essen langsam auftaut (räusper.. Pizza geht halt eben sehr schnell), Handy in der Hand und Facebook endlich mal durchschauen. Während dem Essen eine SMS hier, eine Whatsapp Nachricht da. Schließlich muss man ja immer wissen, was die Freund gerade machen..
Und schon ist es 20:00 Uhr und man hat eigentlich noch nicht wirklich etwas zuHause ausgerichtet.
Wäre doch auch mal schön, wenn die Wäsche gebügelt im Kasten wäre und man sich nicht nur schnell eine Bluse aus dem Wäschekorb rausfischt und schnell für morgen bügelt.

So, welche Serie wird heute noch geschaut, ich weiß doch noch gar nicht, ob Derek und Meredith sich wieder lieb haben bei Greys Anatomy und ja eigentlich wollte ich mal schauen, ob dieses Walking Dead wirklich so toll ist wie alle sagen (ist es übrigens nicht: es ist widerlich!)

Und wieder mal ist es viel zu spät geworden, ich realisiere, dass ich eigentlich noch gefühlte tausend Bilder bearbeiten sollte, aber doch nie wirklich Zeit dafür habe. Und Bloggen, ja Bloggen sollte ich doch eigentlich auch wieder mal, aber wann denn? Die Zeit ist viel zu knapp.
Weils jetzt aber eh schon so spät ist, lieber noch mal schnell auf Facebook schauen was es so Neues gibt. Immerhin hat man hier auch 394098409 Seiten geliked, die immer wieder tolle Bilder reinstellen und Artikel posten, die man ja auch noch lesen muss.

Aber jetzt mal entspannt (ja klar), die Augen zumachen und schlafen, morgen ist ja auch noch ein Tag.

 

……………………………………………….

Erkennt ihr Euch in dem Muster auch wieder?

Ich stelle in letzter Zeit immer öfter fest, dass ich mich nicht mehr konzentrieren kann, wenn ich ein Buch lese, weil es ständig piepst oder weil ich mal kurz schauen muss, ob jemand etwas Neues auf Facebook gepostet hat, oder wer mir denn jetzt eine Nachricht geschrieben hat.

Das drumherum nimmt man heutzutage gar nicht mehr wahr.
Wieviele Bücher hab ich mir 2015 schon gekauft, die im Internet empfohlen wurde, die ich aber noch nicht gelesen habe, weil ich keine Zeit hatte. Schließlich muss ich ja gerade surfen und schauen, was noch lesenswert ist oder ob die Freundin mit der Babykatze wieder ein Bild gepostet hat.

AUS, SCHLUSS, ENDE!

 

Irgendwann reichts.

Die Facebook App wird gelöscht (es fühlt sich besser an, als es klingt)
Die Email Nachrichten werden nicht mehr in den Benachrichtigungen angezeigt, nur wenn man das App anklickt (man vergisst dann nämlich darauf und klickt nicht alle 20 min darauf) Die Newsletter werden automatisch in einen eigenen Ordner verschoben, den man extra anklicken muss. Und nach einer Woche automatisch gelöscht (können ja nicht soo wichtig sein).
Und ab 18:00 Uhr, wird das WLAN in der Wohnung ausgesteckt und am Handy die mobilen Daten deaktiviert.

Wieviel Freizeit sprich freie Zeit, man dadurch gewinnt ist unvorstellbar.
Eine Stunde ist plötzlich eine Stunde und nicht mehr, ein Newsletter, der Facebook Stream und eine Serie. Und dieses Buch, dass schon seit Jänner neben mir liegt, ist ja wirklich toll, wenn man es liest ohne ständig zu unterbrechen, wegen einer Whatsapp Nachricht.

 

Uns muss einfach wieder bewusst werden, wie wertvoll unsere Zeit ist und wie sinnlos wir sie oft nutzen.
Wenn wir das einsehen und ein paar Kleinigkeiten ändern bzw. anders einteilen, kommt die Konzentration wieder zurück und auch die innere Gelassenheit.

Dieser Artikel wurde im Übrigen verfasst mit ausgeschaltetem WLAN und das Handy befand sich in einem anderen Raum. (auch eine gute Taktik btw)

In diesem Sinne, geht raus an die frische Luft und lasst das Internet, Internet sein.

Wie man besser positiv denkt

Hier sind meine ganz persönlichen Tipps, wie man negative Gedanken ganz schnell in positive umwandelt und sich somit selbst auch besser fühlt.

– Denk positiv
Wenn du grundsätzlich ein Mensch bist, für den das Glas halbleer ist und immer vom Schlimmsten ausgehst – > Hör auf damit!!
Du tust dir selbst und den Menschen in deiner Umgebung nichts Gutes damit. Beginne diese negativen Gedanken in positive umzuwandeln und fang sofort damit an. Bald fängt dein Gehirn automatisch an alles positiver zu sehen.

– Umgib dich mit positiv denken Menschen
Dieser Tipp wirkt wahre Wundern, denn in Gegenwart von Menschen, die positiv denken, selten etwas schlecht reden und gut gelaunt sind, wird man automatisch besser gelaunt und optimistischer. Negativ denkende Menschen ziehen einen nur runter, deswegen meide den Umgang so gut es geht.

– Lerne zu akzeptieren, was du nicht ändern kannst
Leider gibt es oft Momente oder Dinge im Leben, die man einfach nicht ändern kann.
Je früher man anfängt gewisses zu akzeptieren, desto leichter ist es im Endeffekt für einen.
Merke dir: Wenn du etwas nicht ändern kannst, dann ändere deine Einstellung dazu.

– Nimm Verantwortung über dein Leben und handle
Du allein hast die Kontrolle über dein Leben und deine Zukunft. Du hast immer die Möglichkeit Änderungen vorzunehmen, immer.
Gibt es eine Phase in deinen Leben, wo du denkst es geht nicht mehr weiter, du bist unglücklich oder unzufrieden, dann ändere das.
Es kommt kein anderer und übernimmt das für dich.
Das liegt alleine in deiner Hand.

Am allerwichtigsten ist, dass wir uns alle bewusst machen, dass dies nicht von heute auf morgen passiert. Das Leben in einem positiven Blickwinkel zu betrachten ist ein länger dauernder Prozess, aber er ist es wert.
Genauso wie beim Fotografieren, es braucht Zeit um alles zu beherrschen und es braucht auch viel Geduld.

Aber wenn andere das können, dann könnt ihr das auch!! 🙂

Glauben Kunden ihr seid zu teuer?

Lasst mich mit einem Satz beginnen, den ihr alle verinnerlichen sollt:

Günstige Preise zu haben, bedeutet nicht viele Aufträge zu haben!

Lies diesen Satz nochmal.

Es ist ein Mythus, den ihr hinterherlauft, wenn ihr glaubt, je günstiger ihr seid, desto mehr Kunden bekomme ich.

Nehmen wir an, ihr verkauft eure Bilder um 100 Euro und eine CD mit allen Bildern die bearbeitet sind.

Ihr hört ständig von Leuten, dass ihr zu teuer seid und dass sie zu Fotografen XY gehen, der das Ganze um 50 Euro macht, deswegen glaubt ihr auch der Preis macht den Unterschied hier.
Nachdem ihr ein paar potenzielle Kunden verloren habt, wegen genau diesem Grund, werdet ihr verleitet, den Preis zu senken.

ABER: Niedrige Preise bedeuten nicht, mehr Kunden, aber die RICHTIGEN Preise festzusetzen ist sehr entscheidend um mehr zu Verkaufen.

Für die Welt da draußen bedeutet es nämlich eigentlich, dass was du verlangst ist der Wert der angebotenen Ware, in diesem Fall die Bilder. Und genau so müsst ihr eure Arbeit auch sehen!
Die Leute vergleichen zwei Fotografen: den einen der 1500 Euro verlangt und den anderen der 100 Euro für dieselbe Arbeit nimmt.
Welcher der beiden glaubt ihr ist erfahrener und liefert ein besseres Ergebnis ab?

Wisst ihr was ich meine?

Leute die ohne zu Zögern jemanden zu engagieren, der zb 800 Euro verlangst, werden nicht den 50 Euro oder 100 Euro Fotografen in Betracht ziehen. WEIL der Preis ihnen sagt, dass derjenige nicht so gut sein kann, ansonsten würde er doch mehr verlangen.
Sie wertschätzen die Arbeit eines Fotografen und sind dementsprechend auch bereit finanziell die Wertschätzung zu zahlen.
(Gäbe es sonst Leute, die Chanel und Gucci kaufen? )
Diese Kunden sehen sich nach High-End Fotografen um und ziehen nicht jemanden in Betracht, der am Ende des Marktes arbeitet.
(würde ein Chanel Kunde, bei Kik kaufen?)

Was sagen dir deine Preise also über dein Unternehmen?

Sprichst du also nur Leute an, die nur wegen des günstigen Preises kaufen und denen Qualität nicht so wichtig ist, wirst du immer gesagt bekommen, dass du zu teuer bist, obwohl du nicht mal mehr wirklich etwas daran verdienst.
Also musst du mehr verlangen umd von diesen Kunden wegzukommen.

Macht euch klar, wieviel ihr verdienen wollt und verdienen müsst und setzt dann eure Preise fest!

 

Ich wünschte meine Arbeit wäre so gut…

In der heutigen Zeit braucht man nur Facebook aufmachen und man sieht eine Flut an Bildern von Fotografen und kann dadurch schon einmal überwältigt bzw. eingeschüchtert werden. Es ist ganz natürlich sich mit jemand anders zu vergleichen oder zu messen. Manchmal denkt man sich, dass seine Arbeit alle anderen in den Schatten stellt, aber manchmal glaubt man auch, man ist weit nicht so gut und kann nicht mit der Arbeit anderer mit.

Das Gras auf der anderen Seite ist ja bekanntlich immer grüner, besagt ein altes Sprichwort.

Grundsätzlich muss man einfach mal beachten, dass jeder irgendwann mal anfängt. Diese tolle Fotografin, deren Brautbilder aussehen wie aus einem Hochglanzbrautmagazin entsprungen, hat genauso jahrelang geübt um genau dieses Gefühl, diesen Look zu perfektionieren.
Würdet ihr nicht genau eurer Freundin dasselbe sagen, wenn sie noch am Anfang steht, wobei auch immer? Hör auf Dich mit jemanden zu vergleichen, der das schon jahrelang mache und nutze stattdessen diese Zeit, dich weiterzubilden, zu üben, dich zu verbessern.
Jeder startet eine Sache anders. Jedes Kind beginnt zu einem anderen Zeitpunkt zu gehen. Manche krabbeln, manche gehen gleich. Der eine läuft mit eineinhalb, der andere schon mit einem Jahr. Schlussendlich geht jedoch jeder einmal im Normalfall.

Die größte Konkurrenz ist nicht der Fotograf um die Ecke, sondern DU selbst.
Wenn du dich ständig mit anderen vergleichst, verbitterst du dich nur. Vergleichst du dich stattdessen ständig mit dir selbst, und versuchst an dir zu arbeiten, wirst du immer besser.

Durchforste am Besten mal deine Festplatte und schau dir deine Anfangsbilder an und danach welche aus deinem letzten Shooting.
Siehst du den Unterschied?! Dein Posing hat sich verändert, deine Bearbeitung, dein Stil kristallisiert sich heraus.

Siehst du keinen Unterschied, ist es an der Zeit ein bisschen Zeit zu investieren und dein Talent zu perfektionieren.
Lies Bücher, lies Fotoskript.com 😉 , schau dir Online-Videos an, schau dir die Bilder anderer Fotografen an, die du so bewunderst und vergleiche sie nicht mit deiner Arbeit, sondern überlege: „wie haben die das gemacht“, „was muss ich machen, dass meine Arbeit auch in diese Richtung geht“.

Ab sofort, schaut ihr euch Bilder nicht mehr an und denkt euch: „ ich möchte auch so tolle Bilder machen… meine sind nicht so toll“, sondern ihr seht die Bilder als Inspiration.
Verbringt mehr Zeit in Vorbereitungen und dem  Lernen Eurer Kamera, anstatt euch mit anderen zu vergleichen und euch so runterzuziehen und auch so Eure Zeit zu verschwenden.
Probiert einfach verschiedenste Sachen aus, sollte mal etwas nicht klappen, dafür gibt es ja die Entf-Taste 😉
Noch nie war es einfacher als zu unserer Zeit in der Fotografie so spontan zu sein und so günstig etwas auszuprobieren. Filme sind sehr teuer und man musste die Bilder erst entwickeln, damit man sehen konnte, ob die Bilder etwas geworden sind oder nicht.

Je mehr Zeit ihr verbringt eure Arbeit zu perfektionieren, desto besser werdet ihr.
Und jetzt hört auf, auf Facebook andere Fotografen zu stalken, sondern geht raus Bilder machen 😉

Fotografen im Portrait: Sacha Leyendecker

Ihr Lieben,

Heute habe ich wieder ein tolles Interview für Euch.
Wir dürfen den tollen Sacha Leyendecker von Lichtwerke kennen lernen.

Starten wir los:

Woher und wie alt bist du denn Sacha?

Ich bin 35 Jahre und wohne in der Nähe von Köln. Genauer gesagt bin ich in Kerpen aufgewachsen, lebe und arbeite heute im Kreis Düren.

Erzähl uns doch ein bisschen etwas über deinen fotografischen Werdegang, wie bist du zur Fotografie gekommen und wann hast du beschlossen dich selbstständig zu machen damit?

Ich bin der klassische Quereinsteiger. Weder beruflich noch privat hatte ich viel mit Fotografie zu tun. Im meinem damaligen Job fehlte mir einfach die Abwechslung und auf der Suche nach einem beruflichen Ausgleich bin ich zur Fotografie gekommen. Richtig angefangen habe ich dann mit einem einjährigen Teilzeit-Praktikum in einem Fotostudio. Gefolgt von der Ausbildung/Studium in der Fotoakademie-Köln.

Glücklicherweise begann meine Frau fast zeitgleich sich im Bereich des Make-up & Hairstylings weiterzubilden. Daher können wir heute sehr gut als Team arbeiten.

Selbständig bin ich schon mein ganzes Berufsleben. Daher war es für mich kein großer Schritt, mich auch mit der Fotografie selbständig zu machen.

_SML0878-Ret-2Web

Wie würdest du deinen Style bezeichnen?

Ich finde die Fotografie viel zu spannend und vielseitig, daher versuche ich mich nicht festzulegen und immer mal wieder neues auszuprobieren.

Dennoch arbeite ich überwiegend mit natürlichem Licht. Ich fotografiere Menschen, aber versuche die Atmosphäre der Umgebung ins Bild einfließen zu lassen. Man könnte vielleicht sagen, dass man meine Fotos mit den Worten: „Ausdrucksstark, natürlich, emotional & sinnlich“ beschreiben kann.

Karin Nagl Fotografie Fotoskript Sacha Leyendecker

Mit welcher Ausrüstung fotografierst du?

Ich fotografiere mit einer Nikon D800 und verwende überwiegend Festbrennweiten. 35mm, 50mm & 85mm. Ich arbeite gerne offenblendig und schätze die gute Abbildungsqualität der Festbrennweiten.

Wenn du dich entscheiden müsstest zwischen all deinen Objektiven, welches würdest du wählen?

Dürfte ich nur ein einziges Objektiv besitzen, wäre es das 50er F1.4. Das Objektiv bietet mir die größtmöglichen Einsatzmöglichkeiten und kommt meiner Art der Fotografie entgegen.

_SML7010-RetWeb

Was ist dein liebstes Accessoires bei der Fotografie abgesehen von deiner Kamera?

Wenn ich nicht mit natürlichem Licht arbeite, setze ich gerne den Aufsteckblitz ein um einen trashigen Look in meinen Bildern zu erzeugen. Hierzu habe ich mir vor kurzem eine Blitzschiene von Custom Brackets gekauft, die es mir ermöglicht, den Blitz immer in eine hochfrontale Position zu drehen, egal ob ich im Hoch- oder Querformat arbeite. Das Teil ist nicht günstig, aber sehr gut verarbeitet und das Arbeiten damit funktioniert hervorragend.

Was war wohl deine beste Marketingstrategie in deinem Unternehmen?

Marketing betreibe ich fast ausschließlich auf Facebook. Ich mag die gezielten Werbemöglichkeiten die diese Plattform bietet. Weiterhin bin ich der Meinung das dieses Netzwerk wie für Fotografen gemacht ist. Ich kenne keine Berufsgruppe, die besser von Facebook profitieren kann als Fotografen.

_SML6873-RetWeb

Wo finden wir dich, wenn du nicht gerade arbeitest?

Das ist im Moment sehr selten. Das bisschen Freizeit verbringe ich mit meiner Frau und meinen Hunden. Wir beide lieben gute Filme & Serien und gutes Essen.

Erzähl uns doch bitte etwas über deinen Workflow, angefangen bei der Planung eines Shootings bis zur Veröffentlichung.

Steht ein Shootingtermin und eine Idee mit einem Model fest, folgt der schwierigste Part: Die Locationsuche. Gott sei Dank gelingt es mir oft tolle Models für meine Bildideen zu finden und auch die Tatsache dass ich meine Frau oftmals fix für Make-up und Hairstyling einplanen kann, erleichtert das Arbeiten. Aber die Suche nach einer geeigneten Location bereitet mir oft Kopfzerbrechen.

Beim Shooting selbst nutze ich die Zeit während des Stylings um die Location auf mich wirken zu lassen. Hierbei überlege ich mir Bildideen die ich später umsetzen werde. Meine Shootings würde ich als dynamisch bezeichnen. Ich versuche nicht krampfhaft ein Bild umzusetzen sondern lasse das Shooting seinen Lauf nehmen. Spontane Ideen sorgen dabei oft für die besten Bilder.

Ist alles im Kasten folgt die Editierung und Bildbearbeitung mittels Lightroom & Photoshop. Ein recht zeitaufwendiges Unterfangen, speziell bei der Bildbearbeitung bin ich sehr genau und retuschiere auch kleinste Details.

Veröffentliche ich in einem Magazin oder ähnlichem bleibt die ganze Serie zunächst unter Verschluss. Ist es ein freies Projekt gehen fertige Bilder meist direkt online.

_SML6184-Ret-2Web

Woher holst du dir deine Inspiration?

Meine Lieblingsfotografen sind Ellen von Unwert und David LaChapelle. Sie helfen mir mich von Zeit zu Zeit von dem zu lösen was ich täglich mache und Neues auszuprobieren.

Darüber hinaus mag ich die Plattform 500px.com, auf der ich auch selbst veröffentliche. Hier findet man sehr gute Fotografen aus aller Welt und allen Bereichen, die sehr inspirierend sein können.

Was war das Highlight deiner Karriere bisher?

Meine fotografische Karriere ist noch so jung, ich glaube da kann man noch nicht von Highlights sprechen. Mein spannendstes Projekt war sicherlich die Erstellung des Kalenders von Bernadette Kaspar 2014.

Ich hatte ein tolles Team und Model, Bernadette organisierte eine großartige Location und wir hatten über 3 Tage hinweg eine Menge Spaß.

Es war zum damaligen Zeitpunkt eine große Herausforderung und ich denke, durch das Projekt habe ich mich weiterentwickelt und einen großen Sprung nach vorne gemacht.

_SML4506-RetWeb

Wo siehst du dich selbst in 10 Jahren?

Ach herrje. 10 Jahre. Das kann ich wirklich nicht sagen. Mein Leben verändert sich viel zu schnell als dass ich versuchen würde über einen so langen Zeitraum zu planen.

Ich habe jedoch schon lange den Traum auszuwandern. Es wäre schön, wenn mir die Fotografie dabei helfen wird, diesen Traum zu erfüllen.

Was war das Schwerste bisher in deiner Karriere und was ist unter anderem das Schwerste an dem Beruf Fotograf?

Ehrlich gesagt, fällt mir dazu nix ein. Verglichen mit anderen Berufen die ich bis jetzt ausgeübt habe, ist das Arbeiten als Fotograf recht einfach. Ich verstehe Fotografen nicht, dich sich darüber auslassen, wie schwer der Job als Fotograf ist und dass die Branche den Bach runter geht. Diese Meinung kann ich absolut nicht nachvollziehen.

_SML2368-RetWeb

Wärst du kein Fotograf, welchen Beruf würdest du stattdessen ausüben?

Könnte ich frei wählen, wäre ich vermutlich in einem anderen kreativen Beruf tätig. Evtl. Kommunikationsdesigner. Schön wäre sicherlich auch ein Beruf im Touristiksegment.

Die letzte Frage: Wenn du einen Wunsch frei hättest, was wäre der?

Dann wäre ich gerne wieder 20. So könnte ich viel früher mit dem Fotografieren anfangen 😉

Danke für deine Zeit Sacha ☺

Sacha findet ihr hier:

Homepage: www.foto-lichtwerke.de
Facebook: https://www.facebook.com/Sacha.Leyendecker?fref=ts
500px.com: http://500px.com/Sacha-Leyendecker

 

Karin Nagl Fotografie Fotoskript

Tierfotografie – Wie geht was?

Heute gibt es etwas ganz Tolles für Euch und zwar hat der liebe Josef von Joes-Foto einen Gastartikel geschrieben zum Thema „Tierfotografie“

Auf los geht’s los:

„Ich möchte versuchen einen kleinen Exkurs in die Tierfotografie zu machen. Dieser soll dem Anfänger einige Tipps geben.

Für den Fortgeschrittenen ist sicher das eine oder andere ein „alter Hut“.

Erst einmal muss man sich die verschiedenen Bereiche der Tierfotografie vor Augen halten. Es geht von der Makro Fotografie bis zum Fotografieren sich schnell bewegenden  Tieren.

Viele interessante Motive aus dem Tierbereich findet man bei uns vor der Türe, im Zoo, im Wildgehege oder einfach auf der Straße.Wer mag kann natürlich auch in ferne Länder reisen um exotische Tiere ab zu lichten.Und vor allen Dingen muss man immer die Augen offen halten und viel Geduld haben.

Karin Nagl Fotografie Fotoskript Tierfotografie wie geht das

Was benötige ich denn nun?
Diese Frage ist nicht leicht zu beantworten.  Je nach Vorliebe, ist für die unterschiedlichen Motive eine sehr unterschiedliche Ausrüstung von Nöten.

Fangen wir mal bei der Makrofotografie an. Grundvoraussetzung ist ein stabiles, das meine ich auch so, Stativ. Als Optik kann man eine möglichst lange (ab 300mm) Brennweite oder besser ein spezielles Makroobjektiv einsetzten. Wer die Investitionen erst einmal scheut, kann auch mit einer achromatischen Nahlinse oder Zwischenringen experimentieren. Je nach vorhandenem Licht, kann auch ein entfesselter Blitz gute Dienste leisten. Da es draußen nicht immer windstill ist, sollte man daran denken zur Fixierung von Pflanzen, entsprechendeMaterialien dabei zu haben. Und nochmals, man benötigt jede Menge Geduld.

Bei größeren Tieren benötigt man wiederum ein Teleobjektiv. Hier bieten sich Optiken ab ca. 200 mm an. Richtig Spaß macht es sicherlich ab 300mm Brennweite. Aber auch hier sind die Motive ausschlaggebend. Ich fotografiere Outdoor z.B. Hundeturniereüberwiegend mit 200 mm Brennweite und einer Anfangsöffnung von f:2,8. Hiermit hat man, leicht abgeblendet, ausreichend kurze Belichtungszeiten bei sich schnell bewegenden Motiven.

Brennweiten über 300 mm mit hohen Lichtstärken gehen direkt ins Geld, sind aber bei größeren Abständen zum Motiv oftmals unvermeidbar.

Telekonverter sind nur eingeschränkt verwendbar, da neben dem Lichtverlust auch ein Qualitätsverlust sichtbar ist. Wenn man sich das Gewicht längerer Optiken vor Augen hält, sieht man auch hier den Bedarf nach einem entsprechenden Stativ. Moderne Optiken mit Verwacklungsschutz lassen jedoch bis zu einem gewissen Grad auch Aufnahmen aus der Hand zu.

Was macht ein gutes Tierfoto aus?

Es soll ja ein ausdrucksvolles Foto werden und nicht nur ein Schnappschuss. Eigentlich klar, aber nicht ganz einfach um zu setzen. Versuchen wir es einmal.

Der Focus sollte bei Tierfotos möglichst immer auf den Augen liegen. Augen sind, wenn sie eventuell noch Lichtreflexe zeigen, ein ausdrucksstarkes Gestaltungsmittel. Gleichzeitig sollte man, im Rahmen der Möglichkeiten des vorhandenen Lichts, die Blende so wählen, dass eine ausreichende Tiefenschärfe vorhanden ist.

Hiermit kann man wunderbar den Hintergrund unscharf erscheinen lassen und das Hauptmotiv herausarbeiten.

Die Körperhaltung des Tieres ist ein weiterer Faktor für ein gutes Foto. Hier sollte man darauf achten das die Kopfhaltung nicht hängend oder aggressiv erscheint. Auch sind Hilfsmittel, wie Baumstämme oder Steine immer für eine gute Positionierung zu gebrauchen.

Ganz wichtig ist die Perspektive. Niemals von oben fotografieren. Gehen sie in die Hocke oder, bei kleinen Tieren, legen sie sich auf den Boden. Vorbeikommende Menschen werden es vielleicht kopfschüttelnd betrachten, aber es führt sie zu einen besseren Foto. Auch kann man bei Haustieren ihre Lieblingsspielzeuge oder Kuscheltiere etc. nutzen.

Wenn man sich im Vorfeld der Aufnahme ein wenig mit dem Verhalten des Tieres beschäftigt, kennt man bereits einige Verhaltensweisen und kann sich fotografisch darauf einstellen.DSC_4872

Wenn man dies alles berücksichtigt, kommt man dennoch nicht an den allgemeinen Regeln zum Bildaufbau vorbei.

Hier gelten
– die Drittel Regel
– der Goldene Schnitt und
– das Einbeziehen von Führungslinien.
Auch die Variation zwischen den Formaten (Hoch- und Querformat) sollte man keinesfalls außer Acht lassen.

Wie immer muss man sich einige Gedanken machen, bevor man auf den Auslöser drückt. Wie will man das Tier ablichten?

Soll es ein Porträt sein, eine Ganzkörperaufnahme, ein Ausschnitt oder eine Aufnahme in Bewegung.

Gehen wir mal in der obigen Reihenfolge vor.

Porträt

Bei einem Porträt sollten Kopf und Oberkörper das Bild bestimmen. Legen sie den Fokus auf die Augen des Tieres. Der Betrachter sollte den Eindruck haben, dass er vom Tier angeschaut wird.

Karin Nagl Fotografie Fotoskript Tierfotografie wie geht das

Ganzkörperaufnahme 

Die Ganzkörperaufnahme ist die klassische Form der Tierfotografie. Ganz wichtig ist, dass das Tier ganz auf dem Foto ist. Besonderes Augenmerk sollte auf Ohren, Schwanz und Pfoten liegen.

Fehlen diese wichtigen Körperteile, fehlt dem Betrachter immer etwas vom Tier. Wenn auch unbewusst. Sollten bei Außenaufnahmen obige Körperteile einmal verdeckt sein ist es nicht ganz so entscheidend, solange die Augen des Tieres  gut sichtbar sind.

DSC_7952

Sollte aus technischen Gründen oder weil störende Elemente im Bild sind, eine Ganzkörperaufnahme nicht möglich sein, kommt ein Ausschnitt in Frage. Da sie hier wesentlich Körperteile weglassen, achten sie unbedingt auf den Bildaufbau. Weniger ist oft mehr. Es ist besser z.B. eine Pfote ganz weg zu lassen als abgeschnittene Zehen zu haben. Der Betrachter sollte nie den Eindruck haben, das Körperteile „amputiert“ sind. Wichtig bei Ausschnitten ist auch die Einhaltung der Drittelregel beim Bildaufbau.

Aufnahme in Bewegung 

Bei Aufnahmen in Bewegung unterscheidet man, ob das Tier direkt auf einen zukommt, oder im Winkel vorbei läuft.

Bei frontal auf den Fotografen zukommende Tiere kann man entweder auf einen Fixpunkt scharfstellen und auslösen, wenn das Tier in diesem Punkt ist, oder aber man hat einen ausreichend schnellen Autofokus, welcher die Schärfe nachführt.

Läuft das Tier im Winkel zum Fotografen, ist ein Nachführen der Kamera unumgänglich. Der Autofokus ist in der Regel schnell genug und nicht so kritisch zu sehen.

Immer jedoch sollte man eine Belichtungszeit von min 1/1000 sek. nicht  unterschreien, da sonst das Motiv sehr leicht unscharf erscheint. Wie man schnell bemerkt, benötigt man entsprechend viel Licht, bzw. Optiken mit hoher Anfangslichtstärke. Dieses Manko kann man heute, bei modernen Kameras mit der Erhöhung der ASA-Einstellung auf 400-800 ASA verbessern. Lieber ein wenig Rauschen im Foto, als Bewegungsunschärfe.

Vorteilhaft, wenn die Kamera Serienbilder schießen kann.  4-6 Bilder/sek. sollten es schon sein, je mehr um so besser. Nutzen Sie die Funktion und sie werden sich wundern, welche tollen Ergebnisse sie erreichen. Viele gute Tierfotos wurden so gemacht.

DSC_5452 Karin Nagl Fotografie Fotoskript Tierfotografie wie geht das

Alles in Allem ist die Tierfotografie auch körperlich recht anspruchsvoll. Die Teleobjektive wollen getragen werden und es ist auf die Dauer doch recht anstrengend und ermüdend. Deshalb sollte man, gerade wenn man auf eine gute Gelegenheit für ein Foto wartet, ein Stativ zur Hilfe nehmen. Als sehr angenehm hat sich für mich die Verwendung eines Einbeinstativ herausgestellt.

Wichtig ist ein guter, leicht am besten mit einer Hand zu bedienender Stativkopf mit sogenannter Friktion. Hier gibt es diverses von den bekannten Herstellern (Novoflex, Gitzo etc.)

Ebenso wichtig ist die Schnellwechselplatte, mit der Kamera und Optik auf dem Stativkopf befestigt werden. Sie sollte ausreichend stabil und schnell zu lösen sein.

 All das Genannte funktioniert nur mit etwas nicht käuflichem was da heißt Geduld, Geduld, Geduld.

Ich wünsche ihnen viel Erfolg und allzeit „gut Licht“.

 

Sollten sie weitere Fragen haben schreiben sie mir an info@joes-foto.de “

Vielen lieben Dank Josef für die ausführlichen Erklärungen!! 🙂

Josef Schmitz findet ihr hier:

Homepage: http://www.joes-foto.de/
Facebook: Joes-Foto

 

 

Fotografen im Portrait: Nina Schnitzenbaumer

Hallo ihr Lieben,

Mit sehr sehr viel Stolz schreibe ich das hier, weil ich eine Fotografin für euch interviewt habe, von der ich selbst ein großer Fan bin.
Die tolle Nina von Nina Schnitzenbaumer Fotografie.
Nina ist 23 Jahre alt und aus Darmstadt, hat Film studiert und den Rest erzählt sie euch selbst. IMG_7038-Bearbeitet

Verrat uns doch drei Dinge, die dich glücklich machen?

Meine Familie, meine Freunde und die Fotografie.

Wie lang fotografierst du schon und seit wann bist du selbstständig?

Schon früher bin ich mit Freundinnen und einer kleinen Digitalkamera losgezogen, um gemeinsam Bilder zu machen. Im Jahr 2010 habe ich mir dann meine erste DSLR Kamera zugelegt und nach einigen Shootings im Jahr 2012 entschlossen, mich selbstständig zu machen.

IMG_3472-Bearbeitet

Mit welchem Equipment arbeitest du?

Ich habe für jeden Bereich der Fotografie ein Lieblingsobjektiv. Für Portraits nutze ich sehr gerne das 85 mm 1.2. Festbrennweiten sind toll für Portraits, da hier sehr gut mit dem Schärfebereich gespielt werden kann. Auf Hochzeiten nutze ich gerne das 70-200 mm, um ohne direkt mitten im Geschehen zu sein die emotionalsten Momente einfangen zu können.

Wie hast du deine Zielgruppe definiert bzw. wann wusstest du in welchem Bereich du tätig sein wolltest?

Menschen habe ich schon immer gerne fotografiert. Als ich dann eine Visagistin kennenlernte und mit ihr ein paar Mal arbeitete, war klar, dass die Beautyfotografie mein Hauptbereich sein wird. Hochzeiten, Kinder und Neugeborene faszinieren mich dazu einfach mit ihrer Natürlichkeit – die Emotionen in diesen Bereichen sind einfach in ihrer Natürlichkeit unübertroffen. Ich bin der Meinung dass jeder Mensch, der das Fotografieren beginnt, irgendwann seine Richtung findet. Am Anfang probiert man viel aus, doch irgendwann fotografiert man immer mehr die gleichen Bereiche. Ich bin überzeugt davon, dass man irgendwann regelrecht für einen Bereich in der Fotografie „brennt“ – diesen sollte man dann auch beibehalten.

IMG_9286-Bearbeitet-Bearbeitet
Was war das Beste, dass du je für dein Unternehmen getan hast?

Das beste was ich für mein Unternehmen getan habe war, es zu gründen. Viele haben Angst vor diesem Schritt. Mit guter Planung, einem starken Willen und ebenso der Bereitschaft, viel für den Traum zu arbeiten und zu investieren, kann es jeder schaffen – davon bin ich überzeugt.

IMG_8368-Bearbeitet

Wo finden wir dich, wenn du nicht gerade arbeitest?

Dann nehme ich mir Zeit für meine Familie und Freunde. In diesen Momenten lasse ich gerne auch mal die Kamera daheim und genieße bewusst jeden Moment.

Erzähl uns doch etwas über deine tägliche Routine?

Morgens nach dem Frühstück setze ich mich an meinen Imac und kontrolliere zuerst meine Emails und Facebook. Alle neuen Beiträge und Mails werden beantwortet und ein „Begrüßungsbeitrag“ auf Facebook gepostet. Ich teile gerne meine Gedanken, Tipps und neue Bilder mit meinen Fans. So bleibe ich mit ihnen in Kontakt und bekomme selbst auch Feedback, was mir sehr wichtig ist. Facebook ist in dieser Hinsicht schon zu meinem kleinen Blog geworden. Danach geht es an die Bildbearbeitung. Da meine Shootings meistens abends stattfinden, bleibt mittags Zeit für die Bildbearbeitung. Abends nutze ich dann gerne die Abendsonne für die Fotoshootings. Die Zeit danach nutze ich gerne um mich noch mit meiner Familie oder Freunden zusammenzusetzen und zu entspannen.

IMG_6771

Woher holst du dir deine Inspiration?

Ich folge sehr vielen Fotografen auf Facebook. Dabei ist es mir nicht wichtig, ob dies Anfänger oder „Profis“ sind. Für mich zählt die Idee hinter dem Bild. Mir ist es zusätzlich aber auch wichtig, Fotografen zu folgen, die den gleichen Stil haben wie ich. So wird man manchmal auf Details aufmerksam, die man noch verbessern kann, welche man ansonsten nicht bemerkt hätte.

IMG_7120-Bearbeitet-Bearbeitet-Bearbeitet

Was ist dir immer am Leichtesten gefallen in deinem Unternehmen?

Am leichtesten fällt mir die Kommunikation mit Menschen. Ich liebe es, neue Menschen kennenzulernen und ihre Geschichte zu erfahren. Genau das will ich dann in den Bildern widerspiegeln.

Was ist dir am Schwersten gefallen?

Am schwersten fiel und fällt mir immer noch der „Bürokram“. Ich bin absolut nicht der „trockene“ Typ der sich stundenlang hinsetzt, die Steuer macht und Sachen abheftet. Ich bin eher der praktische Typ und manchmal auch etwas chaotisch. Das kommt mir in dieser Hinsicht gar nicht zu Gute *lach* 🙂

Was war bis jetzt das Highlight deiner beruflichen Laufbahn?

Für mich ist jeder Tag ein kleines Highlight. Ich freue mich jeden Morgen schon beim Aufstehen auf den Tag. Genau das ist das Besondere für mich an dem, was ich tue. Die Euphorie, mit der ich in den Tag starte. So weiß ich jeden Morgen – Nina, du tust genau das richtige.

IMG_8191-Bearbeitet

Was möchtest du allen Fotografenneulingen bzw. Leuten mitgeben, die vor haben sich selbstständig zu machen?

Der starke Wille ist wichtig, jedoch ist auch harte Arbeit wichtig. Euch sollte bewusst sein, dass ihr sehr viel investieren müsst, um euren Traum leben zu können. Das was ich am meisten investiere, ist Zeit. Euch sollte bewusst sein, dass ihr weniger Zeit mit euren Freunden habt und öfter aufgrund der Arbeit absagen müsst. Aber glaubt mir, es lohnt sich. Wenn ihr gerne absagt um zu arbeiten – genau dann wisst ihr, dass es eure Berufung ist.

Danke, liebe Nina für deine Zeit. 🙂

Wo ihr Nina finden könnt:
Web: www.ninaschnitzenbaumer.com
Facebook: Nina Schnitzenbaumer Fotografie
Instagram: Ninaschnitzenbaumerfotografie

Und ganz ganz toll finde ich, dass es eine App gibt
Apple: „NSFotografie“
Android, Windows: „N. Schnitzenbaumer Fotografie“

 

Was ist eigentlich die Schärfentiefe?

Die gewählte Blende und somit auch die Schärfentiefe ist eines der wichtigsten Gestaltungselemente in der Fotografie. Ihr lenkt damit den Blick auf den Bereich des Bildes, den ihr wollt und könnt auch gezielt unruhige Hintergründe ausblenden, in dem ihr sie unscharf macht.
Was ist jetzt eigentlich diese Schärfentiefe?

Damit bezeichnet man den scharf abgebildeten Bereich eines Bildes. Bei einer geringen Schärfentiefe, ist nur ein kleiner Bereich des Bildes scharf. Rest verschwindet in Unschärfe. Bei einer großen Schärfentiefe ist das Bild durchgehend scharf.

Merke:                Je größer die Blende (zum Beispiel f1.4), desto geringer ist die Schärfentiefe.

F1punkt4
Je kleiner die Blende (zum Beispiel f22), desto größer ist die Schärfentiefe.

F22

 

Am besten dafür geeignet sind dafür lichtstarke Objektive, also eines bei dem die größtmögliche Blendeöffnung eine kleine Zahl ist. Man bezeichnet diese Objektive als „lichtstark“ – große Öffnung, es gelangt also viel Licht auf den Sensor. Eine genauere Erklärung hierzu findet ihr im Artikel zur Blende.

Je näher ihr an euer Motiv herangeht und je größer die Brennweite, desto geringer ist auch die Schärfentiefe. Wenn ihr also ein Zoomobjektiv habt, geht weiter weg und zoomt dafür euer Motiv näher an euch heran. Das Motiv sollte vom Hintergrund auch möglichst weit entfernt sein, dann bekommt ihr ein noch schönes Bokeh.

Was ist denn jetzt Bokeh schon wieder? 😉
Ganz easy erklärt, das ist die Art und Weise, wie euer Objektiv die unscharfen Bereiche darstellt. Je mehr Lamellen eine Blende hat, desto runter und schöner wird euer Bokeh.

Die heutige Aufgabe ist, mit der Schärfentiefe zu experimentieren.

Eure Ergebnisse könnt ihr auf Facebook hochladen mit dem Hashtag #fotoskript_schaerfentiefe
Die Bilder bitte auf öffentlich stellen, ansonsten könnt nur ihr sie sehen.

 

Viel Spaß!

Bei Fragen gilt wie immer, entweder einen Kommentar hinterlassen oder ihr schreibt mir eine Mail an: office@fotoskript.com

Fotografen im Portrait: Joachim Schmitt Photography

Heute habe ich etwas ganz Spezielles für Euch.
Wie bereits angekündigt werde ich euch regelmäßig Fotografen und ihre Arbeiten vorstellen.
Beginnen werde ich mit Joachim Schmitt Photography einem Fotografen, den ich selbst schon seit einiger Zeit verfolge und immer wieder unglaublich begeistert bin von seinen Bildern.

Joachim Schmitt 6
Also legen wir los:

Fotoskript: Joachim, magst du uns ein bisschen von deinem fotografischen Werdegang erzählen sprich wann hast du angefangen die Liebe zur Fotografie zu entdecken und wann wusstest du, dass du dich auf Hochzeiten spezialisieren willst?
Joachim: Ich muss dazu sagen ich bin ein Autodidakt und habe durch Zufall vor ca. 6 Jahren entdeckt, dass in mir fotografische  Eigenschaften schlummern.  Erst hatte ich Portraits fotografiert, später Musiker und Künstler wie die Söhne Mannheims , Max Mutzke, etc. Dann wurde ich exklusiv in einer Agentur als Künstler / Fotograf unter Vertrag genommen und fotografierte große und namenhafte Unternehmen und Events für Eurosport, Mahle, Würth, Bosch, Audi, VFB etc.
Zur Hochzeitsfotografie kam ich erst sehr spät nämlich vor drei Jahren und bin daran hängengeblieben.
Schon nach einem Jahr wurde ich in die ELITE Gruppe THE WOLRD BEST WEDDING PHOTOGRAPHERS aufgenommen und versuche derzeit das Niveau noch erheblich zu steigern was meine Bildersprache betrifft.
Ich habe mich auf Hochzeiten spezialisiert, da es für mich eine Herausforderung darstellt in Momenten und Situationen das MAXIMUM herauszuholen. Daher auch mein SLOGAN „Nichts ist schöner als der Augenblick“

Fotoskript: Wie würdest du deinen Style bezeichnen?
Joachim: Natürlich, emotional, dynamisch, ehrlich, gefühlvoll, leidenschaftlich und authentisch.

Fotoskript: Hast du Idole bzw. andere Fotografen zu denen du aufschaust und dich inspirieren lässt?
Joachim: Jerry Ghionis www.jerryghionisphotography.com
Er ist der BESTE und der Einzige der mich inspiriert.

Fotoskript: Wie viele Hochzeiten fotografierst du im Jahr?
Joachim: Ich bin immer zum Jahresende fürs Folgejahr ausgebucht.

Fotoskript: Was liebst du am meisten an Hochzeiten?
Joachim: Die Trauung ist für mich die emotionalste Sache bei einer Hochzeit. Die Braut kommt den langen Gang,  im Arm ihres Vaters, der sie dann an den Bräutigam übergibt. Diese Momente mit der richtigen Musik … WOW

Joachim Schmitt 5

Fotoskript: Wie denkst du darüber einen zweiten Fotografen bei einer Hochzeit dabei zu haben bzw. einen Assistenten? Ist es notwendig oder eher nicht?
Joachim: Ich hatte mehrmals Workshop Teilnehmer auf  einigen Hochzeiten dabei. Allerdings glaube ich, dass es nicht von Nöten ist einen Assistenten dabei zu haben. Wenn ich mich dazu entschließen würde, dann müsste dieser sich mehr auf Details und Interieur spezialisieren, die auf einer Hochzeit detaillierte Beachtung finden sollten.

Joachim Schmitt 3

Fotoskript: Mit welcher Ausrüstung fotografierst du?
Joachim: Mit einer Canon 5D Mark II und folgenden Objektiven:

Canon EF 70-200mm 1:2,8L IS II USM Objektiv (77 mm Filtergewinde)
Canon EF 16-35mm 1:2,8L II USM Objektiv (82 mm Filtergewinde)
Sigma 105 mm F2,8 EX Makro DG OS HSM-Objektiv (62 mm Filtergewinde) für Canon Objektivbajonett
Canon EF 50mm 1:1.8 II Objektiv (52 mm Filtergewinde)

Fotoskript: Wenn du dich entscheiden müsstest zwischen all deinen Objektiven, welches würdest du wählen?
Joachim: Mein Teleobjektiv: EF 70-200mm 1:2.8 L IS II USM Canon

Fotoskript: Was ist dein beliebtestes Accessoires bei Hochzeiten, das du verwendest?
Joachim: Ein weißes Tuch, warum bleibt mein Geheimnis 😉

Joachim Schmitt 4

Fotoskript: Wo siehst du dich in 5 Jahren?
Joachim: Als einer der erfolgreichsten Hochzeitsfotografen

Fotoskript: Wo siehst du die Fotografie in 5 oder 10 Jahren? Mit der immer besseren Entwicklung von Handykameras, spiegellose Kameras und andere Innovationen, wo denkst du führt das hin? Hat die digitale Fotografie noch Platz in 5-10 Jahren?
Joachim: Ich denke die Fotografie wird nie aussterben solange die Menschen das Perfekte sehen wollen und sich mit Handybilder nicht zufrieden geben.  EBV ist da ein sehr wichtiger Punkt.

Joachim Schmitt 2

Fotoskript: Zu guter Letzt: Was wäre ein Tipp an alle Neueinsteiger von dir im Bezug auf die Fotografie selbst , Hochzeiten usw.
Joachim: Tut das was Ihr tut mit Leidenschaft und konzentriert euch nicht so sehr auf die Technik, sondern auf das was Ihr fotografiert. Die Technik sollte unterstützend sein. Ein Bild muss nicht technisch perfekt sein, sondern eine Geschichte erzählen und den Betrachter berühren.

Joachim, vielen lieben Dank dass du dir Zeit genommen hast für dieses Interview.
Fotoskript.com wünscht dir alles Gute auf deiner beruflichen Laufbahn.

Hier findet ihr Joachim Schmitt Photography:
Homepage: http://www.joachimschmitt.com
Facebook: https://www.facebook.com/joachimschmittphoto

Besonders toll ist, dass Joachim Schmitt Photography auch Workshops anbietet.
Hier erfahrt ihr mehr: Klick

Joachim Schmitt 1

Probleme von Fotografen und was ich dagegen machen kann

Okay, jetzt mal ganz ehrlich:

Jeder hat in seinem Unternehmen so seine Schwächen, manche mehr und manche weniger.
Perfekt arbeiten tut jedoch keiner von uns.

Mein Hauptproblem ist aktuell das Chaos in meinem Posteingang, ich suche bestimmte Mails immer viel zu lange, weil ich mir für ein Ordnungssystem bisher noch keine Zeit genommen habe. Das mich dies jedoch umso mehr Zeit kostet, ist mir bewusst, aber der innere Schweinehund ist manchmal doch schwer zu überwinden.

So, nun richte ich mich jedoch wieder an Euch:

Nehmt euch ein Blatt Papier und schreibt 4 Dinge auf, die ihr an eurem Unternehmen ändern sollt. Und ihr wisst genau welche es sind 😉
Und dann versucht eine Lösung dafür zu finden, es zu ändern.

Als Beispiel:

Mein Postfach ist ein Chaoshaufen: Ich nutze jeden Tag 20 Minuten, die ich mir genau als Timer bei Handy oder Uhr einstelle und sortiere in dieser Zeit meine Mails.

Ich verplempere Stunden an Zeit beim Bilder bearbeiten:
Wenn ich Bilder bearbeite, schalte ich das Internet völlig aus. So bin ich nicht abgelenkt von Facebook oder E-Mails die ich gerade bekomme und dann bearbeite. Man verzettelt sich dann wieder total und schon ist eine Stunde vergangen und man hat noch nicht mal ein Bild ganz fertig.
Die noch einfachere Lösung ist, die Bearbeitung meiner Bilder völlig abzugeben und in der freien Zeit, konzentriere ich mich auf andere Bereiche in meiner Firma.

Wichtig ist jedoch, sich nicht auf die Dinge zu konzentrieren mit denen man aufhören soll, sondern auch auf die Dinge, die man ändern soll: (anstatt 5 Stunden Bilder zu bearbeiten, nutze ich die 5 Stunden und investiere Zeit in mein Marketing und weiß dann ich muss mir keine Sorgen machen, keine Kunden zu finden)

Was sind Eure 4 Bereiche (ich will bewusst nur 4 wissen 😉 ), in denen ihr aktuell strauchelt?