Archiv für den Monat: Mai 2014

Fotografen im Portrait: Nina Schnitzenbaumer

Hallo ihr Lieben,

Mit sehr sehr viel Stolz schreibe ich das hier, weil ich eine Fotografin für euch interviewt habe, von der ich selbst ein großer Fan bin.
Die tolle Nina von Nina Schnitzenbaumer Fotografie.
Nina ist 23 Jahre alt und aus Darmstadt, hat Film studiert und den Rest erzählt sie euch selbst. IMG_7038-Bearbeitet

Verrat uns doch drei Dinge, die dich glücklich machen?

Meine Familie, meine Freunde und die Fotografie.

Wie lang fotografierst du schon und seit wann bist du selbstständig?

Schon früher bin ich mit Freundinnen und einer kleinen Digitalkamera losgezogen, um gemeinsam Bilder zu machen. Im Jahr 2010 habe ich mir dann meine erste DSLR Kamera zugelegt und nach einigen Shootings im Jahr 2012 entschlossen, mich selbstständig zu machen.

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Mit welchem Equipment arbeitest du?

Ich habe für jeden Bereich der Fotografie ein Lieblingsobjektiv. Für Portraits nutze ich sehr gerne das 85 mm 1.2. Festbrennweiten sind toll für Portraits, da hier sehr gut mit dem Schärfebereich gespielt werden kann. Auf Hochzeiten nutze ich gerne das 70-200 mm, um ohne direkt mitten im Geschehen zu sein die emotionalsten Momente einfangen zu können.

Wie hast du deine Zielgruppe definiert bzw. wann wusstest du in welchem Bereich du tätig sein wolltest?

Menschen habe ich schon immer gerne fotografiert. Als ich dann eine Visagistin kennenlernte und mit ihr ein paar Mal arbeitete, war klar, dass die Beautyfotografie mein Hauptbereich sein wird. Hochzeiten, Kinder und Neugeborene faszinieren mich dazu einfach mit ihrer Natürlichkeit – die Emotionen in diesen Bereichen sind einfach in ihrer Natürlichkeit unübertroffen. Ich bin der Meinung dass jeder Mensch, der das Fotografieren beginnt, irgendwann seine Richtung findet. Am Anfang probiert man viel aus, doch irgendwann fotografiert man immer mehr die gleichen Bereiche. Ich bin überzeugt davon, dass man irgendwann regelrecht für einen Bereich in der Fotografie „brennt“ – diesen sollte man dann auch beibehalten.

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Was war das Beste, dass du je für dein Unternehmen getan hast?

Das beste was ich für mein Unternehmen getan habe war, es zu gründen. Viele haben Angst vor diesem Schritt. Mit guter Planung, einem starken Willen und ebenso der Bereitschaft, viel für den Traum zu arbeiten und zu investieren, kann es jeder schaffen – davon bin ich überzeugt.

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Wo finden wir dich, wenn du nicht gerade arbeitest?

Dann nehme ich mir Zeit für meine Familie und Freunde. In diesen Momenten lasse ich gerne auch mal die Kamera daheim und genieße bewusst jeden Moment.

Erzähl uns doch etwas über deine tägliche Routine?

Morgens nach dem Frühstück setze ich mich an meinen Imac und kontrolliere zuerst meine Emails und Facebook. Alle neuen Beiträge und Mails werden beantwortet und ein „Begrüßungsbeitrag“ auf Facebook gepostet. Ich teile gerne meine Gedanken, Tipps und neue Bilder mit meinen Fans. So bleibe ich mit ihnen in Kontakt und bekomme selbst auch Feedback, was mir sehr wichtig ist. Facebook ist in dieser Hinsicht schon zu meinem kleinen Blog geworden. Danach geht es an die Bildbearbeitung. Da meine Shootings meistens abends stattfinden, bleibt mittags Zeit für die Bildbearbeitung. Abends nutze ich dann gerne die Abendsonne für die Fotoshootings. Die Zeit danach nutze ich gerne um mich noch mit meiner Familie oder Freunden zusammenzusetzen und zu entspannen.

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Woher holst du dir deine Inspiration?

Ich folge sehr vielen Fotografen auf Facebook. Dabei ist es mir nicht wichtig, ob dies Anfänger oder „Profis“ sind. Für mich zählt die Idee hinter dem Bild. Mir ist es zusätzlich aber auch wichtig, Fotografen zu folgen, die den gleichen Stil haben wie ich. So wird man manchmal auf Details aufmerksam, die man noch verbessern kann, welche man ansonsten nicht bemerkt hätte.

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Was ist dir immer am Leichtesten gefallen in deinem Unternehmen?

Am leichtesten fällt mir die Kommunikation mit Menschen. Ich liebe es, neue Menschen kennenzulernen und ihre Geschichte zu erfahren. Genau das will ich dann in den Bildern widerspiegeln.

Was ist dir am Schwersten gefallen?

Am schwersten fiel und fällt mir immer noch der „Bürokram“. Ich bin absolut nicht der „trockene“ Typ der sich stundenlang hinsetzt, die Steuer macht und Sachen abheftet. Ich bin eher der praktische Typ und manchmal auch etwas chaotisch. Das kommt mir in dieser Hinsicht gar nicht zu Gute *lach* 🙂

Was war bis jetzt das Highlight deiner beruflichen Laufbahn?

Für mich ist jeder Tag ein kleines Highlight. Ich freue mich jeden Morgen schon beim Aufstehen auf den Tag. Genau das ist das Besondere für mich an dem, was ich tue. Die Euphorie, mit der ich in den Tag starte. So weiß ich jeden Morgen – Nina, du tust genau das richtige.

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Was möchtest du allen Fotografenneulingen bzw. Leuten mitgeben, die vor haben sich selbstständig zu machen?

Der starke Wille ist wichtig, jedoch ist auch harte Arbeit wichtig. Euch sollte bewusst sein, dass ihr sehr viel investieren müsst, um euren Traum leben zu können. Das was ich am meisten investiere, ist Zeit. Euch sollte bewusst sein, dass ihr weniger Zeit mit euren Freunden habt und öfter aufgrund der Arbeit absagen müsst. Aber glaubt mir, es lohnt sich. Wenn ihr gerne absagt um zu arbeiten – genau dann wisst ihr, dass es eure Berufung ist.

Danke, liebe Nina für deine Zeit. 🙂

Wo ihr Nina finden könnt:
Web: www.ninaschnitzenbaumer.com
Facebook: Nina Schnitzenbaumer Fotografie
Instagram: Ninaschnitzenbaumerfotografie

Und ganz ganz toll finde ich, dass es eine App gibt
Apple: „NSFotografie“
Android, Windows: „N. Schnitzenbaumer Fotografie“

 

Was ist eigentlich die Schärfentiefe?

Die gewählte Blende und somit auch die Schärfentiefe ist eines der wichtigsten Gestaltungselemente in der Fotografie. Ihr lenkt damit den Blick auf den Bereich des Bildes, den ihr wollt und könnt auch gezielt unruhige Hintergründe ausblenden, in dem ihr sie unscharf macht.
Was ist jetzt eigentlich diese Schärfentiefe?

Damit bezeichnet man den scharf abgebildeten Bereich eines Bildes. Bei einer geringen Schärfentiefe, ist nur ein kleiner Bereich des Bildes scharf. Rest verschwindet in Unschärfe. Bei einer großen Schärfentiefe ist das Bild durchgehend scharf.

Merke:                Je größer die Blende (zum Beispiel f1.4), desto geringer ist die Schärfentiefe.

F1punkt4
Je kleiner die Blende (zum Beispiel f22), desto größer ist die Schärfentiefe.

F22

 

Am besten dafür geeignet sind dafür lichtstarke Objektive, also eines bei dem die größtmögliche Blendeöffnung eine kleine Zahl ist. Man bezeichnet diese Objektive als „lichtstark“ – große Öffnung, es gelangt also viel Licht auf den Sensor. Eine genauere Erklärung hierzu findet ihr im Artikel zur Blende.

Je näher ihr an euer Motiv herangeht und je größer die Brennweite, desto geringer ist auch die Schärfentiefe. Wenn ihr also ein Zoomobjektiv habt, geht weiter weg und zoomt dafür euer Motiv näher an euch heran. Das Motiv sollte vom Hintergrund auch möglichst weit entfernt sein, dann bekommt ihr ein noch schönes Bokeh.

Was ist denn jetzt Bokeh schon wieder? 😉
Ganz easy erklärt, das ist die Art und Weise, wie euer Objektiv die unscharfen Bereiche darstellt. Je mehr Lamellen eine Blende hat, desto runter und schöner wird euer Bokeh.

Die heutige Aufgabe ist, mit der Schärfentiefe zu experimentieren.

Eure Ergebnisse könnt ihr auf Facebook hochladen mit dem Hashtag #fotoskript_schaerfentiefe
Die Bilder bitte auf öffentlich stellen, ansonsten könnt nur ihr sie sehen.

 

Viel Spaß!

Bei Fragen gilt wie immer, entweder einen Kommentar hinterlassen oder ihr schreibt mir eine Mail an: office@fotoskript.com