Archiv für den Monat: März 2014

Portfolio Building richtig gemacht!

Wie schon mal erwähnt ist ja nun in Österreich die Fotografie auch ein freies Gewerbe.
Seitdem tut sich so einiges am Markt und die Flyer in den lokalen Supermärkten „kostenloses Fotoshooting“ häufen sich. In Deutschland wird das sicher auch so sein und ich sehe viel Missgunst in den Fotoforen über solche Handlungen neuer Fotografen, die ja eigentlich nur ihr Portfolio erweitern wollen.

Den besten Tipp, den ich euch hier geben kann ist:

Definiert von Anfang an eure Zielguppe bevor ihr loslegt und alles und jeden fotografiert.

Ich weiß, neue Fotografen denken sich, dass ihre Arbeit nicht gut genug ist um den vollen Preis zu berechnen bzw. überhaupt etwas zu Verlangen. Im Grunde ist es ja keine schlechte Idee, denn man kann üben und erreicht technisch ein professionelles Level sprich ihr beherrscht eure Kamera dann. (Vorausgesetzt ihr fotografiert im manuellen Modus!!)
Den größten Fehler den ihr hier machen könnt ist, euch unter Wert zu Verkaufen und somit sprecht ihr auch gleichzeitig die falsche Zielgruppe an.

Du bist als jetzt ein neuer angehender Berufsfotograf und verlangst 50 Euro pro Shooting, nur um zu Üben und dir einen Kundenstamm anzulegen.
Eigentlich möchtest du jedoch pro Auftrag zwischen 500 und 1500 Euro verdienen, traust dich jedoch noch nicht soviel zu verlangen.
Das Problem hier ist wie schon gesagt, dass die Bilder mit denen ihr euer Portfolio bildet, nicht eure wirkliche Zielgruppe anspricht. Nicht jeder ist dafür bereit soviel Geld für Fotos auszugeben.
Nehmen wir an, ihr macht das jetzt ein Jahr lang so und die Leute, die 50 Euro bei euch ausgeben empfehlen euch weiter (weil ihr ja mittlerweile besser werdet) und du bekommst immer mehr Aufträge um denselben Preis.
Somit nistet sich eurer Unternehmen im Billigbereich ein und das wolltet ihr ja eigentlich gar nicht.
Weiters müsst ihr bedenken, dass wenn man einmal einen günstigen Fotografen gefunden hat, ihn nicht mehr so schnell wechseln möchte. Warum auch? Die Bilder sind gut, der Preis ist günstig. Das nächste Baby wird fotografiert, die nächste Taufe usw.

Klingt nicht sehr prickelnd oder nach einer florierenden Business, nicht wahr.

Was ihr jetzt macht, wenn ihr am Portfolio schießen seid ist, dass ihr euch auf euren Hosenboden setzt, eine Preisliste schreibt, die sämtliche Kosten beinhaltet und eure Kosten deckt, einen Flyer erstellt und jedem Kunden, den ihr fotografiert diese Liste überreicht und einen Gutschein für beispielsweise 2 Gratisbilder beim nächsten Shooting zum vollen Preis (!!).

Bitte beachtet: Fotos für sein Portfolio zu machen bedeutet nicht nur Bilder sammeln, sondern auch sich einen Kundenstamm aufzubauen durch Weiterempfehlungen.
Verschwendet also nicht die Zeit mit der falschen Zielgruppe!

Setzt euch also hin, definiert genau Eure Zielgruppe (ein Artikel hierzu folgt noch) und arbeitet daraufhin.

Viel Erfolg dabei! 🙂

5 Leser oder 1000 Leser

Es gibt Feierlichkeiten im Leben, Geburtstage, Taufen, Sonntage, an denen sitzt man in einer Runde zusammen. Man erzählt etwas, die Leute hängen an deinen Lippen und hören dir gespannt zu.
Sagen wir es sind 5 Leute, und diese 5 Leute sind begeistert davon, dass du dein Wissen mit ihnen teilst.
Man fühlt sich großartig, nicht wahr.
Könnte das stundenlang machen oder am liebsten am nächsten Tag wieder. Und es wird sich natürlich wieder die Gelegenheit ergeben dies zu machen.

Nun aber denke dabei an deinen Blog
Du schreibst einen wunderbaren Artikel, den 5 Leute lesen und mit der Kernaussage dieses Artikels veränderst du die Denkweise dieser 5 Personen. Und sie werden immer wieder deinen Blog besuchen, weil sie wissen.. diese Person begeistert mich.
Dieses Mal denkst du jedoch, oh.. nur 5 Leser. Ich dachte ich bin gut, warum lesen meinen Blog nicht mehr.
Hallo aufwachen?!?! Was ist nun anders, es könnten sogar die selben 6 Personen sein, die du in der Runde so gut unterhalten hast und da hast du dich auch super gefühlt.

Du hast „nur“ 300 Leser? Siehe es aus der Sicht, würdest du das Ganze vor Menschen vortragen, würdest du das vor einer ungefähr komplett besetzten Boeing 777 machen.

Verändere deine Einstellung und du wirst dich ab sofort anders fühlen, wenn du weißt, du veränderst mit deinen Artikel das Denken von einem Tisch voller Leute oder möglicherweise einem Stadium.
Mach weiter mit Engagement und die Lorbeeren kommen von selbst.

Ziele festlegen und umsetzen

Ein Thema, das mir am Herzen liegt.
Ich werde oft gefragt, wie ich es anstelle, so zielstrebig zu sein und immer auf alles hinarbeite, was ich mir einbilde. (hat auch viel mit Sturkopf sein zu tun, aber das tut jetzt nichts zur Sache 😉 ).

Ganz wichtig im Leben, privat sowie auch beruflich ist es Ziele zu haben.
ABER… wenn wir diese Ziele nicht schriftlich festhalten, bleiben es nur Wünsche.

Packt die Ziele Schritt für Schritt an, unterteilt sie und wenn ihr wieder einen Meilenstein erreicht habt, ist die Motiviation wieder angekurbelt weiter zu machen.
Setzt euch Deadlines. Zu diesem Zeitpunkt, will ich diesen Punkt erledigt haben. Viele Menschen brauchen Druck und dieser festgesetzte Termin, vermittelt euch dieses Gefühl.

Geht mehr ins Detail.
„Für das nächste Monat wünsche ich mir mehr Kunden und mehr Verdienst.“
Definiert dieses Wörtchen „mehr“!
Im Juni möchte ich 10 Kunden haben, die jeweils circa 600 Euro ausgeben.
Das ist ein Ziel, darauf könnt ihr hinarbeiten.

Ihr könnt das auf alle Bereiche in eurem Leben anwenden.
„Ich möchte mehr trainieren und fitter werden“
Im April gehe ich jeden zweiten Tag spazieren und am Wochenende mache ich Fitnessübungen zuhause. Im Juni gehe ich jeden zweiten Tag laufen… usw.

Definiert eure Ziele und schreibt sie auf! Ansonsten bleibt es nur beim Wunsch denken.

Grundsätzlich kann man alles erreichen im Leben, wenn man es nur wirklich will und fest daran glaubt.
Ich glaube daran, was man denkt passiert wirlich. Wenn man auf etwas wirklich fokussiert ist, wird es die Wirklichkeit. Jeden Tag einen kleinen Schritt auf sein Ziel hinarbeiten. Sei es nur eine halbe Stunde täglich, das sind 14 Stunden im Monat intensivstes Hinarbeiten. In 14 Stunden lässt sich so viel Fabelhaftes erarbeiten.

Macht ewas, ihr musst es nur wollen und damit beginnen!!

Wie steche ich aus der Masse an Fotografen heraus?

Gerade auch jetzt in Österreich (in Deutschland, der Schweiz schon länger), ist ja der Beruf Fotograf ein freies Gewerbe und jeder kann es anmelden. In Folge dessen gibt es nun auch bei mir zB in der Gegend, neue Fotografen en masse.
Es werden Zeiten kommen, wo man sich eine tolle Marketingstrategie überlegt hat und vielleicht zwei Tage später sieht man diese bei einem anderen Fotografen. Möglicherweise sogar ja eine verbesserte Version von der eigenen und man denkt sich, warum ist mir das bloß nicht vorher eingefallen.

Bedenke jedoch, niemand kann dir:
1. dein Talent wegnehmen
2. deine Persönlichkeit wegnehmen
3. Deine Beziehungen und Interaktionen mit potenziellen Kunden
4. Die Art und Weise generell wie du mit Menschen umgehst

Vermarktest du dich in einer Art und Weise, die deine Persönlichkeit gepaart mit deiner Leidenschaft zur Fotografie und deinem Talent verbindet – kann dich keiner kopieren.

Punkt!

Aufgabe für heute ist:

Macht eine Liste auf der ihr genau die Punkte zusammenfasst, in denen ihr unglaublich gut seid. Und auf diese Punkte spezialisiert ihr euch. Denn seid ihr auf etwas spezialisiert, bedeutet dass ihr wahnsinnig gut seid in dem Bereich und das wissen auch eure zukünftigen Kunden, die euch dann speziell für diesen Zweck buchen und nicht auf einen anderen Fotografen zurückgreifen, der zwar alles im Angebot hat, dafür aber 0815.

Die Leute sollen wissen, dass ihr im Geschäft seid.
Legt euch Visitenkarten zu, erzählt jedem von eurem Unternehmen, damit jeder merkt, dass ihr eure Arbeit liebt.
Denkt nicht in Zahlen, sondern denkt in Shootings. So und soviele Shootings will ich machen dieses Monat.. nicht ich muss den Betrag x verdienen.

Wenn ihr euch außerdem auf die Dinge konzentriert, die ihr liebt und für die ihr eine Leidenschaft habt, fällt euch das Vermarkten viel viel Leichter, weil ihr über etwas sprecht was ihr liebt. Und das merken auch eure Kunden.

Zusatzaufgabe: Visitenkarten drucken lassen und jedem, wirklich jedem, mit dem ihr sprecht eine in die Hand drücken.
250 Stück um 5,50 EUR – aktuell bestellt! Günstiger geht es wohl nicht.

Do it now!!